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Hungrige Marder machen Autobesitzern zu schaffen

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Im März beginnt die Mardersaison. Der ARBÖ beantwortet häufig gestellte Fragen zu Marderschäden am Auto.

Beim ARBÖ Burgenland häuften sich in den vergangenen Wochen die Panneneinsätze wegen Marderschäden an Pkw. „Isoliermatten im Motorraum, Schläuche und Kabel schmecken den eigentlich recht knuffig anmutenden Raubtieren ganz besonders. Doch eine solche Marderattacke kann für Autobesitzer sehr unangenehme Folgen haben, wie die ARBÖ-Techniker bei ihren Einsätzen festgestellt haben“, sagt Gerhard Graner, technischer Leiter des ARBÖ Burgenland.

 

Wieso beschädigen Marder Autos?

Marder fühlen sich im oft noch warmen Motorraum einfach wohl. Marder sind außerdem territorial geprägte Tiere: Mit Duftmarken machen sie Autos zu ihrem Revier. Wird dann das Auto in dem Revier eines anderen Marders abgestellt, reagiert dieser häufig empört und versucht, den Geruch des Konkurrenten zu vertreiben. Das Mittel der Wahl: wütende Beißattacken auf die markierten Teile.

Deshalb sind Fahrzeuge, die oft an unterschiedlichen Stellen geparkt werden, am stärksten betroffen. Dass Marder ab März bis in den Spätsommer besonders umtriebig sind, liegt daran, dass Paarungszeit herrscht und die Revierkämpfe intensiv ausgetragen werden.

Welche Auswirkungen kann ein Marderbiss haben?

„Die Auswirkungen von Beißattacken offenbaren sich oft erst, wenn schon Folgeschäden angerichtet wurden, und die können bedeutend schlimmer ausfallen als zerbissene Kabel und Schläuche“, erläutert der ARBÖ-Technikexperte. „Die Folgen reichen von eher harmlosen Problemen wie einem defekten Zündkabel bis hin zu kostspieligen und gefährlichen Defekten wie Schäden an den Antriebs- und Achsgelenken oder gar Motorschäden.“

Und obwohl E-Autos wegen ihrer Verkleidungen am Unterboden und im Motorraum eigentlich recht gut geschützt sind, kann es besonders bitter werden, wenn die Tierchen diese Barrieren durchbrechen: „Beschädigte Hochvoltkabel dürfen aus Sicherheitsgründen nicht repariert werden. Wenn der gesamte Kabelsatz getauscht werden muss, kann das für den Pkw-Besitzer richtig teuer werden“, erklärt Graner.

Was kann man gegen Marderbisse tun?

„Wundermittel gibt es leider nicht. Oberste Devise ist es, wachsam zu sein: Wer verdächtige Pfoten-, Kot- oder Haarspuren entdeckt, sollte regelmäßig einen Blick unter die Motorhaube werfen. Vorsichtshalber kann man eine Motorwäsche machen lassen, um die Duftmarken zu entfernen“, empfiehlt Graner.

  • Präventivmaßnahme: spezielle Mardersprays, die mit Bitterstoffen Marder fernhalten
  • Den zuverlässigsten Schutz bietet eine geschlossene Garage.
  • Wer keine Garage besitzt, kann unter das Fahrzeug eine Mardermatte (das ist ein feinmaschiges Drahtgitter) auflegen, das den Tierchen den Zugang zum Motorraum versperrt.
  • Ultraschallgeräte, welche die Tierchen akustisch abschrecken
  • Spezielle Kabelummantelungen, Schutzschläuche und Plastikabdeckungen
  • Elektroschockgeräte im Motorraum, welche Marder abschrecken, ohne sie zu verletzen. Achtung: Diese müssen von einem Profi eingebaut werden!

Ein Marder hat mein Fahrzeug angeknabbert – was soll ich tun?

„Nach der Instandsetzung ist es wichtig, die Duftmarken des Tieres zu beseitigen, um einer erneuten Marderattacke vorzubeugen. Eine professionelle Motorwäsche wird deshalb dringend empfohlen“, rät der ARBÖ-Techniker.

 

 

Informationen des ARBÖ zum Datenschutz gemäß Art. 13 der DSGVO finden Sie unter: www.arboe.at/datenschutz