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Hungrige Marder machen Autobesitzern zu schaffen

Im März beginnt die Mardersaison. Der ARBÖ Niederösterreich beantwortet häufig gestellte Fragen zu Marderschäden am Auto.

Beim ARBÖ Niederösterreich häuften sich im März die Panneneinsätze wegen Marderschäden: Isoliermatten, Schläuche und Kabel schmecken den eigentlich recht knuffig anmutenden Raubtieren ganz besonders. Eine solche Marder-Mahlzeit kann für Autobesitzer ganz unangenehme Folgen haben.

 

Wieso beschädigen diese Tierchen Autos?

Marder fühlen sich im oft noch warmen Motorraum einfach wohl. Marder sind außerdem territoriale Tierchen: Mit Duftmarken machen sie Autos zu ihrem Revier. Wird dann das Fahrzeug in dem Revier eines anderen Artgenossen abgestellt, reagiert dieser häufig empört und versucht, den Geruch des Konkurrenten zu vertreiben. Das Mittel der Wahl: wütende Beißattacken auf die markierten Teile. Deshalb sind Fahrzeuge, die oft an unterschiedlichen Stellen parken, am stärksten betroffen. Dass Marder ab März bis in den Spätsommer besonders umtriebig sind, liegt daran, dass Paarungszeit herrscht und die Revierkämpfe noch intensiver werden.

 

Ein Marderbiss kann doch nicht so schlimm sein, oder?

Das kommt darauf an: Die Effekte eines Marderbisses offenbaren sich oft erst, wenn schon Folgeschäden angerichtet wurden, und die können bedeutend schlimmer ausfallen als zerbissene Kabel und Schläuche. Die Folgen reichen also von harmlosen Problemen wie einem defekten Zündkabel bis hin zu kostspieligen und gefährlichen Defekten wie Schäden an den Antriebs- und Achsgelenken oder gar Motorschäden.

Und obwohl E-Autos wegen ihrer Verkleidungen am Unterboden und im Motorraum eigentlich recht gut geschützt sind, kann’s besonders bitter werden, wenn die Tierchen diese Barrieren durchbrechen: Beschädigte Hochvoltkabel dürfen aus Sicherheitsgründen nicht repariert werden, und wenn der gesamte Kabelsatz getauscht werden muss, kann das richtig teuer werden.

 

Was kann man gegen Marderbisse tun?

Ein Wundermittel gibt es leider nicht. Oberste Devise ist es, wachsam zu sein: Wer verdächtige Pfoten-, Kot- oder Haarspuren entdeckt, sollte regelmäßig einen Blick unter die Motorhaube werfen und im schweren Verdachtsfall eine Motorwäsche machen lassen.

 

Präventivmaßnahmen sind:

  • Spezielle Mardersprays, die mit Bitterstoffen Marder fernhalten
  • Den zuverlässigsten Schutz bietet eine eigene, geschlossene Garage.
  • Wer keine Garage besitzt, kann unter das Fahrzeug eine Mardermatte (ein feinmaschiges Drahtgitter) auflegen, das den Tierchen den Zugang zum Motorraum versperrt.
  • Ultraschallgeräte, welche die Tierchen akustisch abschrecken
  • Spezielle Kabelummantelungen, Schutzschläuche und Plastikabdeckungen
  • Elektroschockgeräte im Motorraum, welche Marder abschrecken, ohne sie zu verletzen. Achtung: Diese müssen unbedingt vom Profi eingebaut werden.

 

Ein Marder hat mein Fahrzeug angeknabbert. Was soll ich tun?

Nach der Instandsetzung ist es wichtig, die Duftmarken zu beseitigen, um einer erneuten Attacke vorzubeugen. Eine professionelle Motorwäsche wird empfohlen.